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WAS ICH MIT 25IG SICHER WEISS

Gestern feierte ich meinen fünfundzwanzigsten Geburtstag. Ein Viertel Jahrhundert! Wenn ich darüber nachdenke fühle ich mich alt, wenn ich mich mit anderen vergleiche frage ich mich, was ich all die Jahre gemacht habe und warum ich so viel verpasst habe. Doch dann reisse ich mich zusammen, suche das positive in meiner Vergangenheit und stelle fest, dass ich nicht nur einiges erlebt sondern auch vieles gelernt habe!

geburtstagskind

Tope: Guess – Jupe: H&M – Schmuck: Thailand – Clutch: Hong Kong – Pumps: Buffalo

Vergleichen macht unglücklich
Eine der wohl grössten Lektionen und eine, über die man immer wieder stolpert. Denn egal wie perfekt ein Leben von Aussen aussieht, egal wie wunderbar die Fotos auf Instagram sind: jede/r hat „Chnörz“ (dt. Probleme) und mit seinen eigenen Komplexen zu kämpfen. Statt neidisch auf andere zu sein, ist es besser, sich auf sein Leben zu konzentrieren und positive Erlebnisse weiter zu fördern und zu geniessen.

Erwachsene sind nicht unbedingt reifer
Als Kind war ich überzeugt: wer zwanzig oder dreissig Jahre alt ist, ist reif, selbstsicher und weiss viel. Und wer es mit dreissig nicht soweit gebracht hat, dann spätestens mit vierzig. Heute weiss ich: ja, es gibt reife und tolle Erwachsene, die ihr Leben leben und nicht ständig Bestätigung brauchen. Aber es gibt auch die anderen. Die, die faul sind und immer noch andere an ihrem vermeintlichen Unglück schuldig sprechen. Die, die voller Komplexe sind und angreifend oder beleidigt werden, wenn sie nicht die benötigte Aufmerksamkeit und Bauchpinselei bekommen. Was mich das gelernt hat? An der Persönlichkeit muss gearbeitet werden, von selber wird man nicht reif, weise oder selbstsicher. Möglich ist es, aber es hat weniger mit dem Alter als mit der generellen Lebenseinstellung zu tun.

Einsamkeit ist wichtig
Als Teenager habe ich jedes Paar beneidet. Ich wünschte mir so schnell wie möglich einen Freund, vertraute Zweisamkeit. Wie so oft, wollte mir das Leben aber erst etwas beibringen und so war ich Single, während mein Umfeld verliebt war und turtelte, aber auch während Freunde Trennungen zu verarbeiten hatten und nach Jahren das erste Mal wieder alleine waren. Ich weiss, dass man in Beziehungen viel über sich und seinen Charakter lernt, dass einem eine Trennung unsäglich schmerzen muss und man dadurch trotzdem stärker werden kann. Ich weiss aber auch, dass es ein Luxus ist, alleine glücklich zu sein, sich nur um sich selber zu kümmern und nicht ständig auf Bestätigung von Aussen oder dem Partner angewiesen zu sein. Meine Überzeugung ist: wer alleine wirklich glücklich ist, wird eine Partnerschaft nicht mit Komplexen belasten und kann diese umso mehr geniessen. Das geht aber nicht von heute auf morgen, aber jeden Tag wird es leichter. Versprochen!

Vertrauen sorgt für Gelassenheit
Auch wenn von Aussen mein Leben relativ gradlinig aussieht, empfand ich es nie als zielgerichtet sondern eher schlängelnd und schwankend. Wenn etwas nicht geklappt hat, obwohl ich wirklich viel investiert habe, habe ich dies akzeptiert. Es sollte einfach nicht sein. Diese Gelassenheit versuche ich auch heute in allen möglichen Fragen zu behalten, und vertraue darauf, dass alles gut kommt. So wie es sein muss. Natürlich arbeite ich trotzdem dafür und liege nicht nur faul herum. Aber wenn etwas trotz investierter Zeit und Energie nicht klappt, öffnet sich irgendwo eine andere Tür. Man muss sie nur erkennen.

Glück ist das Lachen der Liebsten
Natürlich gefallen mir teure Schuhe und liebe ich ferne Reisen. Doch wahres Glück ist, im Kreise seiner Lieben zu entspannen und Momente zu teilen. Dafür braucht es in dunkleren Momenten vielleicht Zeit und Energie, doch ein tragendes Umfeld hilft einen über jede Krise hinweg. Familie und Freunde sind die wahren Goldanlagen, alles Materielle ist nur (schöner) Schein.

Ich hoffe natürlich, mit dreissig noch ein paar Weisheiten mehr zu haben, aber ich denke, die Grundessenz des Lebens habe ich erfasst. Und auch wenn ich manchmal unsicher bin: ich vertraue darauf, auf dem richtigen Weg zu sein!
[kristina]

2 Comments

  • Reply
    Kiss & Make-up
    5. November 2014 at 14:07

    Happy birthday! I know how it feels to suddenly feel old. The further I go in my twenties the more horribly old I feel, lol! I hope you had a fun day though! I agree with you, comparing yourself to others and trying to live up to expectations and trying to beat others will only make you unhappy. Social media are making it really difficult not to compare though.

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    Karin Stucki
    7. November 2014 at 10:25

    Ich danke dir für den tollen Beitrag! Da ist ganz viel reichhaltiges drin, denke ich. Das mit den Liebsten und dem Glück, da kann ich zustimmen. Was mich aber noch wichtiger dünkt und was oft vergessen wird, ist das „Arbeiten an der Persönlichkeit“. Denn unsere moderne Gesellschaft rennt für Vieles zum Arzt, unser Körper- unser Haus-unsere Gesundheit. Aber wie auch der Körper reichlich Pflege braucht, braucht unser Geist das genauso ab und zu! Ich rate also: tut was für euren Geist, lernt eure Denkmuster kennen und arbeitet ein Leben lang an eurem Selbstkonzept. Nehmt euch Zeit in euch zu gehen und zu spüren, was euch wichtig ist im Leben, welchen Sinn ihr eurem Leben geben wollt, denn das geschieht nicht von selber!

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    not all those who wander are lost