Make Up & Nagellack Nachhaltigkeit schönheit

Warum ich ein während 10 Monaten auf Nagellack verzichtete & mit welchen Produkten ich jetzt doch wieder lackiere

In →diesem Post habe ich zwar geschrieben, wie toll mein neues, nachhaltiges Leben ist und wie unglaublich gut es mir tut. Etwas habe ich aber verschwiegen. Nämlich meinen Frust, keinen Nagellack mehr benutzen zu können.

Warum ich während 10 Monaten keinen Nagellack nutzte.

Der Frust basiert auf verschiedenen Gründen: Ich finde Frauenfüsse ohne Nagellack nicht wirklich weiblich, bei →meinem Job gehört Nagellack zum guten Ton und mir gefallen gepflegte Hände & Füsse mit einem schönen Lack einfach besser.

Nagellack ist eigentlich immer scheisse

Es gibt keinen Nagellack, der zu 100 % umweltverträglich ist. Punkt. Egal ob vegan oder Naturkosmetik und egal, auf wie viele schädliche Stoffe dieser oder jener Nagellack verzichtet: Unbedenklich ist kein einziger. In →diesem Post hat Peppermynta z. B. die besten Naturkosmetik Nagellacke vorgestellt und auch die gefährlichen Inhaltsstoffe erklärt. Die ernüchternde Bilanz? Der «beste» Nagellack enthält immer noch Mikroplastik und höchstwahrscheinlich der eine oder andere schädliche Stoff.

Mikroplastik ist darum gefährlich, weil er sich kaum rausfiltern lässt und er so langsam aber sicher die Umwelt zerstört. Natürlich ist auch «grosser» Plastik schlecht, sonst hätten ja nicht 90 % der Seevögel mindestens einmal in ihrem Leben Plastik gefressen und fütterten teilweise ihre Jungen damit. (Fakten aus dem traurigen Film «A Plastic Ocean», den man →hier gratis schauen kann.) Aber bei den grösseren Plastikstücken könnte man durch konsequentes recyceln, in den Müll werfen und einen bewussten Umgang viel machen. Mikroplastik ist aber einfach da, ohne dass wir es merken. Und dieses erschreckende Erkenntnis wollte ich nicht unterstützen.

3 Vorteile ohne Nagellack

  • Ein Nebeneffekt vom Verzicht auf Nagellack war, dass ich keinen Nagellackentferner mehr nutzen musste. Dieser ist nämlich auch wahnsinnig schädlich, besonders wenn er ins Wasser gelangt (weil man beispielsweise getränkte Wattebäuschchen im WC runterspült).
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass ich nach dem Lackieren nicht länger wie auf Nadel still sitzen musste um abzuwarten, bis der Nagellack wirklich trocken war.
  • Und auch dass ich nicht länger unschön absplitternder Nagellack hatte, war ganz angenehm.

Endlich gesunde Nägel

Zu meinem erstaunen, haben meine Nägel die nagellackfreie Zeit enorm genossen. Um doch etwas gepflegt auszusehen, habe ich sie öfters mir Rizinusöl genährt, und so wurden meine brüchigen Nägel innert kürzester Zeit gesund und stark. Auch die gelben Verfärbungen bei den Zehennägeln (ich hatte, seit ich 13 bin, die Zehennägel IMMER lackiert) verschwanden schnell. Eigentlich hätte schon allein dieser Aspekt Überzeugung genug sein sollen, weiterhin auf Nagellack zu verzichten. Aber…

…es gefällt mir einfach nicht!

So nackte Nägel ohne Lacke finde ich einfach unschön. Mit der Zeit ertappte ich mich dabei, wie ich fremden Frauen auf die bunt-lackierten Nägel starrte und fast eifersüchtig wurde.

Und auch die Fingernägel wollte ich nur zu gerne wieder einmal lackieren, um meinen Outfits den letzten Schliff für besondere Anlässe (oder einfach so) zu geben.

Darum fragte ich mich: Wäre bewusster & freudiger Umgang nicht sinnvoller als frustrierender Verzicht?

Die Antwort ist – zumindest für mich – klar: JA! Nicht umsonst habe ich als Tagline für A Cocktail A Day schon vor Jahren «Lebenslust pur!» gewählt. Für mich ist das Leben zum Geniessen da, dass man auch respektvoll und differenziert Geniessen kann, schliesst ja niemand aus.

So war ich also kurz davor, mich schlauzumachen, welche der Naturkosmetik Nagellackmarken die besten Produkte anbietet. Und beste bedeutet für mich eine Kombination aus Inhaltsstoffen, Farben und splitterfreie Tragbarkeit.

Naturkkosemtik Nagellacke, die halten, was sie versprechen

Gerade als ich etwas verzweifelt war und den Überblick zu verlieren drohte, flatterte die Pressemitteilung von →Londontown ins Haus (manchmal ist es doch ganz praktisch, einen Blog zu haben) und tönte sehr vielversprechend:

Wir starten mit einem 9-free Nagellack. Ein lang haltender Nagellack, der es schafft, auf 9 Giftstoffe zu verzichten und mit einem Vitamincocktail angereichert ist für frische, gesunde Nägel. Dazu ist er noch vegan, glutenfrei und tierversuchsfrei.

Londontown 9-free vegane Nagellacke

Kurzerhand nutze ich das grosszügige Angebot und suchte mir Nagellacke in meinen liebsten Nuancen raus. Zuerst war ich versucht, eine Trendfarbe zu wählen. Aber dann besann ich mich: Auch wenn ich früher 20 verschiedene Farben hatte, nutzte ich doch fast immer die gleichen Töne, die zu mir passen – Rosenholz/Nude, klassisches Dunkelrot und Koralle für Sommergefühle.

3 Nagellacke sind genug – Londontown Naturkosemtik-Nagellacke

Piccadilly Suqare // →Lady Luck // →Mauve Over

Wahre Minimalisten schaffen es vielleicht mit nur einer Farbe, für mich sind die drei aber einfach perfekt. Eine kleine Auswahl, die mich immer wieder erfreut.

Die Lacke halten wirklich super mehrere Tage auf den Fingernägeln und wochenlang auf den Zehennägeln. (Ich lackiere zwei Farbschichten und versiegle sie mit der Top Coat.)

Und auch wenn ich nun wieder mit lackierten Nägeln durchs Leben schreite, war das Experiment ohne Nagellack für mich ein Erfolg: Ich habe gemerkt, dass den Fingernägeln Erholung und Pflege mit Rizinusöl gut tun und dass ich statt vielen Farben lieber eine kleine Auswahl habe, die mir entspricht. Ohne Nagellack ginge es zwar auch, mit macht (mir) aber einfach mehr Spass!

1 Comment

  • Reply
    Windmeer
    27. Januar 2018 at 23:11

    Vor kurzem habe ich auf einem anderen Blog auch einen Artikel über die Inhaltsstoffe von Nagellacken gelesen. Das Thema scheint gerade präsent zu sein. Ich nutze Nagellack nur im Sommer auf den Fußnägeln. Sobald mein „Fußnagellack“ zu Ende geht, werde ich mich noch einmal über den aktuellen Stand auf dem Nagellackmarkt umschauen. Aber das dauert bestimmt noch eine Ewigkeit.

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    not all those who wander are lost