flight attendant Lebensart

TRAINING ON GROUND // MY LIFE AS A FLIGHT ATTENDANT (14)

Letzten Monat war es soweit, ich hatte den RGC geplant. RGC, ausgeschrieben Reccurent Ground Course, ist ein 3-tägiger Kurs, der jedes Cabin Crew Memeber einmal pro Jahr machen muss. Es geht darum, die Kenntnisse in den Bereichen erste Hilfe, (Emergency) Procedures und Crew Resource Management zu vertiefen. Kurz gesagt, es erwarten einen drei lange Tage mit viel Stoff aber auch viel Action!
Kristina Flight Attendant
Am ersten geht es vor allem um Medizinisches; Basiskenntnisse werden aufgefrischt – wo befindet sich welches Medikament, was muss ich alles fragen, bevor ich was abgeben darf? Aber auch: was mache ich im Ernstfall, wenn jemand das Bewusstsein verliert und vielleicht auch nicht mehr atmet? Szenarien, die realistischer sind als man glaubt. Schliesslich ist der Kabinendruck so wie auf einem 2500m hohem Berggipfel. Kranken und älteren Menschen macht dies oft Mühe. Dazu kommt die extrem trockene Luft, die auf Langstreckenflüge für zusätzliche Belastung sorgt. Man merkt, so ein Flug ist kein Spaziergang! Wie wichtig dieses Training ist, zeigt die Statistik. So können wir mit schneller und gekonnter Hilfe viele Probleme in den Griff bekommen oder zumindest das Schlimmste verhindern.

Am zweiten Tag trainieren wir in Mock-Ups Flugszenarien. Letztes Jahr wurde eine Rauchübung simuliert, dieses Jahr die verschiedenen Arten der Decompression. Denn wer ungewöhnliche Szenarien einmal trainiert, reagiert in der Realität schneller und kompetenter. Dass das Tempo im Flugzeug oft entscheidend ist, ist klar. Aber auch die Kommunikation ist nicht zu unterschätzen – ein Flugzeug ist lang, das Flight Deck noch zusätzlich mit der Stahltür verschlossen. Dass da der Informationsfluss gewährleistet ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Durch das Durchleben eines Notfalls wird dies wieder klar, man merkt, wo seine eigenen Schwächen und Stärken liegen und kann daran arbeiten. Denn für einen sicheren Flug braucht es alle!

Der letzte Tag enthält immer meine Lieblingsübung, nämlich Feuer bekämpfen. Bevor ich angefangen habe zu fliegen, hatte ich grosse Angst vor Flammen. Bei den Übungen habe ich gelernt, wie man mit einfachen Handgriffen kleine Feuer löschen und grössere eindämmen kann. Wissen, dass mir auch ausserhalb des Flugzeugs zu Gute kommt. Als Abschluss des Tages gibt es dann noch einen Test – sind alle Procedures klar, weiss man, wo welches Equipment ist? Wer den Test nicht besteht, muss ihn wiederholen. Fliegen darf nur, wer das nötige Wissen dazu hat.

Ich habe glücklicherweise bestanden und darf weiterhin die Sonne über den Wolken geniessen. Und auch wenn ich dazu ausgebildet bin, auf einen Ernstfall verzichte ich gerne.

ps: you can find this column also →in English.

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2 Comments

  • Reply
    Kiss & Make-up
    7. August 2014 at 12:30

    Oh that sounds very cool! And essential, too! I think people often don’t realize what kind of training flight attendants get. This is pretty heavy stuff!

  • Reply
    helba
    13. August 2014 at 18:28

    Ich hätte nie gedacht, dass Stewardessen solch ein Training absolvieren müssen. Es ist sehr interessant, welche Auswirkung das Training für den Ernstfall hat. Außerdem finde ich es gut, dass es sie auch in ihrem alltäglichen Leben weiter bringt.
    Gut an dem Artikel ist, dass es aus der Ich-Perpektive geschrieben wurde, so kann man sich als Leser in die Lage herein versetzten. Des Weiteren finde ich es gut, dass der Text gut übersetzt wurde und so ein flüssiger Lesefluss entstehen kann.
    Weniger gut finde ich, dass so viele Fachbegriffe, wie zum Beispiel ,,Cabin Crew Memeber“ nicht übersetzt werden. Auch der Anfang des Artikels ist nicht sauber übersetzt.

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    not all those who wander are lost