Lebensart

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Mit vollem Speed gegen die Spiessigkeit

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Diese Zeilen tippe ich – wieder einmal – im Zug. Denn auch wenn ich nicht mehr →pendle, bin ich doch immer noch gerne mit dem Zug unterwegs und schreibe, ehrlich gesagt, auch nirgendwo lieber. Wo sonst kann man sich so toll inspirieren lassen? Von den vorbeirauschenden Landschaften, dem Lichtermeer am Abend, oder wie heute von den mürrischen Zeitgenossen, die bereits angstvoll auf die Uhr schauen, wenn der Zug ein paar Sekunden zu spät losfährt und gestresst sind, wenn der Wagon bis auf dem letzten Platz besetzt ist. Ich schaue sie an und frage mich: Wann sind diese Menschen bloss so geworden? Wie eingeklemmt müssen sie sein, wenn sie bereist die kleinste Unpünktlichkeit aus der Balance wirft? Und wie, um Gottes Willen, kann ich verhindern, dass ich einmal auch so werde, so spiessig, der Zeit hinterherhechelnd, humor- und genusslos?

Klar, der Mensch ist ein Rhythmusliebhaber und einige eingespielte Abläufe tun uns auch gut. Müssten wir immer an jede Kleinigkeit denken und noch mehr Entscheidungen treffen, als eh schon anfallen, wären wir – zumindest ich – mehr als überfordert. Kleine Rituale im Alltag geben uns Halt und tragen gerade in stressigen Situationen dazu bei, den Fokus nicht zu verlieren.

Doch wann beginnen Rhythmus und Rituale uns einzuschränken statt uns zu unterstützen? Wann hört der Spass auf und fängt der Zwang an? Ab einem bestimmten Alter oder bereits bei der Wahl des richtigen Handyabos (um den Bogen mal zum Sponsor dieses Posts zu schlagen)?


Ich zähle durchaus auch ältere Menschen, BWLer und Naturwissenschaftler zu meinem Freundeskreis. Einige meiner Freunden haben den kleinbürgerlichen Lebensentwurf gewählt und sind trotzdem nicht spiessig geworden. Es liegt also nicht (nur) an den vermeintlich äusseren Umständen, ob man ein Leben lang geistig flexibel bleibt.

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Einige Dinge, wie ich Spass und Abenteuer im Leben behalten kann, auch wenn ich langsam (seeehr langsam, ich bin schliesslich ein Frau ;)) älter werden, sind auch mir in der Zwischenzeit klar. Dass mehr Besitz beispielsweise nicht glücklich macht, weil mehr Dinge auch mehr Verpflichtungen bedeuten. Dass menschliche Beziehen das A und O im Leben sind und es wichtig sind, diese off- und online zu pflegen und dass man auch nach einer Kontaktpause wieder mit offenen Armen begrüsst werden kann. Dass man sich immer ändern und weiterentwickeln kann, wenn man sich nur selber genug Zeit gibt und wirklich dran glaubt.

Nur: Reichen diese Erkenntnisse wirklich, um nicht doch irgendwann spiessig und langweilig oder gar verbittert zu sein? Denn wenn es so einfach wäre, warum sind alle immer so mürrisch? Wird man irgendwann zwangsläufig verbittert, wenn Geschichten, die man nur eingeschränkt beeinflussen kann, nicht so ausgehen, wie man es sich wünscht? Oder übersehe ich andere, wichtige Faktoren, die entscheidend sind, ob man geistig jung und offen bleibt oder starr und stur wird?

Dieser Post ist in Zusammenarbeit mit →Vodafone Youth entstanden. Checke die Tarife aus und bleibe jung und abenteuerlustig!

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