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SINN & SINNLICHKEIT

Die Dame mag es gerne zeitlos. Wer auf die Uhr schaut, hat bei ihr bereits verloren. Sie zeigt sich bevorzugt in graziösen Bewegungen, kontrollierten Gesten. Jeder Bissen ein Genuss; diese Ingredienzien, die unterschiedlichen Texturen und dazu der schön perlende Champagner. Ja, sie mag es nicht nur zeitlos sondern auch exklusiv. Dass darf sie sich leisten, ist sie doch bei jedem Auftritt die Sensation, sorgt für ein Hochgefühl und Beflügelt noch lange Zeit später unsere Gedanke. Sie, die Sinnlichkeit.

Sie überrascht, fordert heraus und prickelt. Das wir →oversexed but underfucked sind, wurde bereits tot geredet, dass unserem Alltag auch die Sinnlichkeit abhanden kommt, scheinen wir dagegen schweigsam hinzunehmen.

Sinnlichkeit ist die Eintrittskarte in den Garten der Gefühle.
Ernst Ferstl

Auf das Thema komme ich, weil ich angefragt wurde, ein Video von →EIS in einen Beitrag einzubinden und ich als erstes gedacht habe ‚Nein, um Sex soll es auf meinem Blog definitiv nicht gehen‘. Dass es bei Lust, Selbstliebe, Emanzipation, Flirten und dem ganzen Drum und Dran auch um die Sinnlichkeit geht, wurde mir erst nach einigem Nachdenken (und dem ein oder anderen Glas Wein) bewusst.


Wo aber versteckt sie sich, die Sinnlichkeit, die uns berührt, verwöhnt, mit kleinen Eregnissen auftrumpft und im Alltag immer wieder unvergessliche Momente für uns bereithält?

Wir finden sie beim Hören einer emotionsgeladener Symphonie, beim Fühlen eines fein gewobenen Stoffen, beim Geniessen eines gut gekelterten Weins, beim Führen tiefeschürfender Gespräche, beim Riechen eines Parfums. Eigentlich würden also solch keine Entdeckungsreisen reichen, um die Sinnlichkeit in den normalen Dingen zu entdecken.

Doch was machen wir? Wir sperren sie aus, lassen ihr kein Platz. Weil uns allen die Zeit ständig fehlt, versuchen wir es mit Multitasking. Wir hören Musik, lesen einen Text im Web, essen zu Mittag, tippen eine SMS. Alles gleichzeitig versteht sich. Dass wir eine halbe Stunde später nicht mehr wissen, was wir gehört, gelesen, gegessen und getippt haben, nehmen wir im Zuge der Optimierung gerne in Kauf.

Langsamer, bewusster leben, dass müssen wir erst wieder lernen. Weg vom immer schnelleren Schreitens Richtung Optimum, Erfolg, Anerkennung hin zur musvollen Tänzeleien mit sich selber. Und das beginnt nicht mit der Mittagspause, nein, das beginnt schon bei der morgendlichen Dusche. Die tägliche Pflege wäre doch ein entspannendes, ja manchmal sicher auch ein erotisches Alltagsritual, würden wir es nicht durch ständiges Kopf-bei-was-anderes-haben zerstören. Das erste Erkenntnist lautet also:

Wir brauchen Zeit, um den einfachen Alltagsdingen Sinnlichkeit einzuhauchen. 

Und dann brauchen wir Qualität. Denn erst durch hochwertige Begleiter, niestet sich die Sinnlichkeit gerne bei uns Zuhause ein. Den nächsten grauen Sonntag Zuahse verbringen wir also nicht sinnlos in verbeulten Jogginghosen, ereignislosen TV-Serien und Fast Food, sondern im seidenen Negligée, einem kuscheligen Kaschmirjäckchen und einem inspirenden Buch. Am Tag gibt es feinen Tee oder Kaffee, am Abend wird bei Kerzenschein gegessen und ein rubinfarbenen Wein getrunken.

Während der Woche zelebrieren wir die Mittagspause mit frischem Essen – egal ob selbst vorgekocht oder in einem schönen Bistro an der Ecke – und einem anschliessenden Spaziergang durch den Park. Wir nehmen uns bewusster Zeit für unsere Kunden, unsere Arbeitskollegen und unsere Arbeit. Multitasking überlassen wir anderen und konzentrieren uns fortan immer nur auf eine Aufgabe. Und diese machen wir dann nicht möglichst schnell, sondern möglichst gut.

Geniesse den Tag und werde nicht müde, denn niemand kommt wieder, der einmal gegangen.
Aus Ägypten

Am Abend gehen wir spontan mit einer Freundin oder einem Date weg, um einander mit spannenden Gesprächen herauszufordern, gemeinsam herzhaft zu lachen und nichts zu bereuen. Oder lesen zu Hause ein inspirierendes Buch, egal ob eine grosse Romanze, eine aussergewöhnliche Biografie oder spannender Krimi: angeregt durch Worte werden unsere Sinne eine eigene, unvergleichliche Welt kreieren und sich austoben. Unsere Fantasie ist nämlich vielfältiger und farbiger als jeder Blockbuster!

Negligée

Hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Nimm dir Zeit für Alltagsdinge wie Duschen, Kochen, Freunden und sogar fürs SMS schreiben.
  • Kein Multitasking. Das macht dich zufriedener und deine Arbeit/Aufgaben sind besser erledigt.
  • Sachen, die dir gut tun, sind nicht optional, sondern eine Priorität. Und zwar immer!
  • Je mehr Stress du hast, desto mehr Zeit musst du dir nehmen. Alles andere führt zu Frust und im schlimmsten Fall zum Burn-out.
  • Greif am Abend oder am Wochenende lieber zu einem Buch statt Serien zu gucken. Das erscheint auf den ersten Blick vielleicht aufwendiger, lässt deine Sinne aber richtig wandern.
  • Tausche deine ausgebeulten Jogginghosen gegen Lounge-Wear aus Seide, Satin und Kaschmir.

Wie bringst du Sinnlichkeit in den Alltag? Hast du sie bereits vergessen oder zelebrierst du sie bewusst?

 

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not all those who wander are lost