Lebensart Wohnen

FRÜHLINGSPUTZ VOL 2 – PLATZ IN DER WOHNUNG

Na, wer hat sich bereits ans →Ausmisten des Kleiderschrankes gewagt? Wenn du auf den Genuss des Weggeben und Durchatmen gekommen bist, habe ich hier noch einige Idee mehr für dich. Frühlingsputz Ahoi!

bücher

Langweilige Bücher

Lange träumte ich von einer kleinen Bibliothek. Eine ganze Wand voller Bücher, daneben ein alter Ohrensessel und dazu unendlich viel Zeit, an Regentagen in den Lexika und Romanen zu schmöckern. So romantisch das Bild, so unrealistisch in einer 1-Zimmer-Wohnung. Und weil meine Wohnung wahrscheinlich noch lange meine Wohnung bleiben wird, passe ich mich lieber den Realitäten als den Träumen an. Zumal ich überhaupt keine leidenschaftliche Putzfrau bin und sowieso gerade dran bin, mein Wohnung meinem Bedürfnis nach Einfachheit und Qualität unterzuordnen.

Aber zurück zum Thema: sogar wenn du eine Bibliothek aufbauen willst, sollten langweilige oder dumme Bücher nicht dazu gehören. Büchern, bei denen du schon nach der ersten Seite wusstest, dass sie dir nicht gefallen würden. Meinungen oder Biographien, die dich nur aufregen statt inspirieren. Oder Kochbücher, die dir weder Ideen noch leckere oder realisierbare Rezepte liefern.

Also weg damit! Doch wohin? Zum Wegwerfen sind Bücher schliesslich zu schade. Eine kurze Recherche und Umfrage bei Freunden hat drei Möglichkeiten gegeben. Ausprobiert habe ich selber nur eine, weil ich lieber ein Trinkgeld für die aussortierten Bücher als gar nix bekommen. Ich habe meine Bücher online an einen Händler verkauft.

dodax.ch, zahlt dir 10 Rappen oder mehr (mein bester Preis war CHF 2.40) für ein Buch. Zwar nicht die Welt, aber bei einer Kiste Bücher kamen so doch knapp 20 Franken zusammen und hey, das ist immerhin ein Cocktail ;) alte CDs und DVDs kann man dort übrigens auch verkaufen. Die Alternativen dazu sind 2nd Hand Bücher-Shops oder das Brockenhaus.

Nervige Mails

Jep, die Inbox. Unser aller Feind irgendwie. Wenn du aber mal eine Woche lang jeden nervigen Newsletter abbestellt und die Mails in die entsprechenden Ordner verschiebst, kommt auf einaml Licht ins Dunkel. Versprochen!

Hauswäsche

Das verwaschene Duschtuch, die uralten Putzlappen oder der x-te Duvetbezug, sie allen brauchen Platz für nichts. Logisch brauchen wir Ersatz und Abwechslung, aber 10 Duvetbezüge (für 1 Bett) braucht wirklich kein Mensch. Und auch bei den alten Putzlappen reichen drei. Alte Textilien gewaschen in der Kleidersammelstelle entsorgen, dieser Rohstoff wird wiederverwertet.

Anny Nagellacke

 

Nicht passendes MakeUp & Pflegeprodukte

Der Nagellack hat die falsche Farbe, die Foundation ist zu dunkel und die Creme führt zu Pickeln statt zu zarter Babyhaut. Trotzdem behalten wir die Sachen – sie sind schliesslich neu und waren teuer. Nur, irgendwie bringt’s das nichts… Ich frage jeweils meine Freundinnen, ob sie etwas möchten. Bleibt doch noch was über, stelle ich die Sachen draussen vor die Türe mit einem grossen Gratisschild. Weggekommen ist da bis jetzt alles und ob ich damit einem Teenie oder einer Dame Freude machen, ist egal. Hauptsache die Produkte werden genutzt und die Ressourcen und der Aufwand der Produktion war nicht umsonst.

Verdorrte Pflanzen

Einen Rettungsversuch starten. Nützt alles nichts, weg damit und dafür die anderen besser pflegen.

Unnötige Küchenmaschinen

Viel Platz und Lärm um nichts. Ich liiiiebe meinen Stabmixer und auch sonst habe ich das eine oder andere Ding (Espressokänchen z.B.), das ich täglich nutze. Da ich vorher in WGs gewohnt habe, wusste ich recht genau, welche Geräte ich wirklich brauche und habe gleich zu Beginn geschaut, lieber weniger statt mehr anzuschaffen und mir bei neuen Geräten, Pfannen etc. zu überlegen, ob ich sie denn wirklich brauche. Sind die Schränke voller Zeug, bleibt schliesslich kein Platz mehr für einen vielfältigen Vorrat.

Wenn du Küchengeräte über ein Jahr nicht genutzt hast, empfehle ich dir, diese an Bekannte zu verschenken, übers Internet zu verkaufen oder ans Brockenhaus zu spenden.

Da ich gerade so im Flow bin, habe ich allgemein meine Wohnung noch etwas optimiert: weniger Zeug, das rumsteht, →der Teppich soll weg und auch das Recycling hat jetzt endlich ein System. Statt zu putzen verbringe ich die Zeit lieber beim Apéro auf dem Balkon. Und wenn ich das so schreibe und lese, fühle ich mich einerseits sehr erwachsen und anderseits sehr befreit, da ich mir tatsächlich vorstellen kann, mit drei Pfannen und einem Zimmer (dafür mit unterschiedlichsten Gläsern und zwei Balkonen) älter zu werden ;)

Falls ich noch Sachen vergessen habe, auszusortieren: lass es mich bitte wissen! Ich mache es lieber einmal und richtig.

4 Comments

  • Reply
    Kiss & Make-up
    1. Mai 2016 at 14:44

    I reorganize and throw out old or useless stuff regularly. Otherwise I get stressed out. Clean house = clean head :-)

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      6. Mai 2016 at 10:38

      you’re so right! i often clean and tidy up when my mind feels restless or ist stressed about something and it always helps to calm me down and see clearer afterwards.

  • Reply
    Ilona
    3. Mai 2016 at 10:59

    Toller Post. Bei fast allen Punkten hast du recht, aber umsetzen ist dann halt eine andere Frage :-)

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      6. Mai 2016 at 10:37

      Ja, das ist immer eine andere Frage ;) überlege mir gerade, dazu noch einen Post zu veröffentlichen…

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    not all those who wander are lost