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Die neue Art des Luxus

Shanghai Rooftopbar – Luxus pur

Luxus bedeutete lange Statusobjekte, teure Autos, Champagner und Diamanten. Dass diese Art Luxus heute in der Öffentlichkeit weniger Anklang findet, ist bekannt. Längst geht es nicht mehr (nur) darum, wer das schnellste Auto fährt, sondern wer am meisten Länder bereist hat. Der entspannte It-Bag der Saison hat die langwährenden Investitionen in Perlen und Gold abgelöst und heute fährt man ins Yoga-Retreat nach Goa statt nach St. Moritz Skifahren & Protzen.

Auch wenn mir der «neue» Luxus mehr zusagt als die alten Muster, wirklich individuell ist dieses Streben nach Anerkennung und Likes nicht. Dass dieses Leben so nicht glücklich macht, ist klar. Immer gibt es jemanden, der noch «entspannter» ist, dessen Beziehung noch perfekter aussieht oder noch mehr rumkommt als einen selber. Wer den Luxus wie alle anderen anstrebt, ist weiterhin im Hamsterrad gefangen – egal wie toll und ökologisch und zen die aktuelle Definition dieses Begriffs ist.

Für mich gibt es deshalb nur einen Weg: Definieren, was Luxus für einen selber bedeutet. Was macht mich glücklich, wann erlebe ich magische Momente, welche Dinge kann ich mir mit Geld kaufen, ohne dass die Investitionen Stunden später bereits wieder verblast und alltäglich geworden sind? Schliesslich ist diese Frage nach Luxus auch eine Frage nach persönlichen Werten. In welche Werte will ich meine Lebenszeit investieren? Welche Aktivitäten bringen mit Vorfreude, Spass beim Machen und zaubern mir auch in der Erinnerung daran noch ein Lächeln ins Gesicht?

Für mich bedeutet Luxus viel Verschiedenes – allererstes aber Mal Dankbarkeit, dass ich in der Schweiz in einem Land leben darf, dass von Luxus nur so strotzt: Meine Rechte werden geschützt, und ich kann nachts alleine & angstfrei durch die Strassen ziehen. Die Luft, das Wasser und die Natur sind sauber. Ich habe eine sicheres Einkommen und durch den Staat ein funktionierendes Auffangnetz. Aber dann bedeutet Luxus für mich auch Kleinigkeiten, die meinen Alltag erleichtern, verbessern und bereichern. Und diese Luxus-Liste der Kleinigkeiten möchte ich hier etwas genauer ausführen. Viel Spass.

Luxus Zuhause

Frischer Saft nicht nur zum Sonntagsbrunch

Säfte sind lecker, geben Energie und sind einfach ein toller Start in den Tag oder Zwischensnack. Da gekaufte Säfte aber nie so gut schmecken wie frisch gepresst und zu viel Fruchtsaft wegen der Fructose nicht nur gesund sind, liebe ich Gemüsesäfte. Besonders in der USA finde ich immer wieder Kombinationen, die mich begeistern. So probierte ich beispielsweise letztens in New York einen Saft mit Peperoni (für die Nicht-Schweizer: Paprika) drin und will diesen Zuhause bald nachmachen. Mein liebster Gemüsesaft ist aber der mit Randen (auch hier für die Nicht-Schweizer: Rote Beete), gerne in Kombination mit Karotten und Ingwer, und, je nach Saison, mit einem Apfel. Die Zubereitung ist mit einem gutem Entsafter ein Kinderspiel, deshalb bin ich grosser Fan von meinem →3 in 1 Ultimativer Entsafter von Russell Hobbs* und nehme auch gerne in Kauf, dass er in meiner kleinen Küche überdurchschnittlich viel Platz beansprucht. Empfohlen hat mir dieser Entsafter übrigens →Anita – ohne Empfehlung hätte ich so ein (für mich) grosses Gerät nicht in meine Mini-Wohnung gelassen.

Russell Hobbs EntsafterRussell Hobbs Entsafter in ActionRote Beete Karotten Saft

Flauschige Frottierwäsche

Da ich dank meinem Job immer in 4- oder 5-Sterne-Hotel wohne, ist mir ein guter Standard auch Zuhause wichtig. Ich versuche, meine Wohnung jeweils aufgeräumt und einigermassen sauber zu hinterlassen, so dass das Heimkommen Freude statt Ärger bedeutet. Und ein richtiger Luxus sind flauschige Frottiertücher! Ich erfreue mich jedes Mal nach der Dusche an ihnen, der Kauf der etwas teureren Tücher war also mehr als erfolgreich! Und trotz des vielen Waschen und Brauchen ist die Farbe und Flauschigkeit der Wäsche auch nach mehreren Jahren noch wie neu. Dass ich mit dem Kauf der →Christian Fischbach-Produkte zudem ein Schweizer Traditionsbetrieb unterstützt habe, ist das Tüpfchen auf dem i.

Meine grüne Oase

Der Balkon ist das Herzstück meiner Wohnung. Am Morgen geniesse ich den Kaffee auf ihm, am Abend lade ich Freunde zum Aperölen drauf ein. Gleichzeitig ist der Balkon mein «Ort des Wachstums» – ich kann zusehen, wie die Pflanzen wachsen, blühen und die kahlen Betonwände von Tag zu Tag mehr hinter Blättern verschwinden. Dass es einen gut tut, Dingen beim Wachsen zuzusehen, erklärt Gretchen Rubin auch in ihrem Buch →«The Happiness Project», dessen Lektüre ich übrigens allen ans Herz legen!

Aufgeräumt & sauber

Nein, ich bin kein Decluttering-Fan oder Putzjunkie. Das Bad zu schrubben bedeutet mehr Pflicht als Spass (wenn auch ein inspirierender Podcast hilft), trotzdem ist genau dies einer meiner Luxuspunkte: Ich wohne so, dass ich mit möglichst kleinem Aufwand ein schönes Daheim habe. Das bedeutet, dass ich Unnötiges weggegeben habe, dass ich lieber schöne Möbel aus tausend Accessoires (aka Staubfänger) habe und ich mit kleinen Tricks das meiste aus meiner Wohnung raushole – eine farbige Wand macht die Blockwohnung persönlich, weisse Fugen frischen den nicht-ganz-so-schönen Plattenboden auf. Die Zeit, die ich seit meiner «Wohnungsoptimierung» (welche mehr ein schleichender Prozess als bewusster Entscheid war) spare, ist enorm. In einer Stunde ist die Wohnung richtig gründlich geputzt und weil ich nicht so viel Zuhause bin, reicht dies alle zwei, bis drei Wochen. Natürlich staubsauge ich zwischendurch und putze Flecken gleich beim Entstehen weg, aber er Aufwand, der ich für meine Wohnung betreibe, ist wirklich minimal.

Luxus im Kopf

Positive Lebenseinstellung & Selbstakzeptanz

Eine positive Sicht aufs eigene Leben und besonders das eigene Sein hilft sicher, mehr zu geniessen. Ständiges Selbst-Optimieren und -Kritisieren bringt am Schluss nur Frust. Natürlich will ich nicht stehen bleiben und es gibt auch Sachen, die ich an mir oder in meinem Leben gerne ändern möchte. Ich weiss aber, dass dies Zeit braucht und versuche deshalb, mich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und den Weg der Veränderung bewusst wahrzunehmen und zu geniessen.

She threw away all her masks and put on her soul.

Sinnvoll Leben

Wer dem Leben einen Sinn gibt – sei es durch persönliche Projekte, Kinder – lebt anscheinend glücklicher. Was das genau bedeutet, habe ich erst gemerkt als ich den Entschluss habe, fortan nachhaltiger zu leben. Ein Entscheid, der meiner Moralvorstellung entspricht und mehr mit Ehrlichkeit zu mir zu tun hat als einem umfassenden Weltverbesserungsanspruch. Sich zu überlegen, was seine Werte wirklich sind und sich bewusst zu machen, dass, wenn man zu etwas «Ja» sagt zu ganz vielem «Nein» und vice versa sagt, hilft, Entscheidungen und Lebensmuster zu fassen, die einen persönlich entsprechen. Und diese gelebte, innere Individualität ist für mich Luxus pur!

Spenden

Letztens bin ich über diesen →spannenden Beitrag gestolpert. So ist Spenden ein Muss in seinem Budget, egal wie klein dieses ist. Seitdem lässt mich die Vorstellung von monatlichen Spendeprozenten nicht mehr los und ich werde dies spätestens ab Sommer, wenn mein Einkommen und meine Ausgaben in einer ordentlicheren Bahn als aktuell verlaufen, einführen.

Einen Job (oder mehrere), der Freude macht

In →diesem Interview sagt der Philosophieprofessor Frithjof Bergmann:

Wir sind so tief verstrickt in diesem Lohnarbeitssystem, in diesem Lastesel-Dasein, dass wir denken, es sei normal, die meiste Zeit unseres Lebens einer langweiligen Tätigkeit nachzugehen, die uns abstumpft, entmutigt, zu Arbeitskräften und Konsumenten degradiert. Es gibt sehr viele Arten, das Leben nicht zu leben.

Gedanken, die ich auch bereits länger mit mir rumtrage und Hauptgründe, warum ich zum prestigelosen Job als Flight Attendant zurückgekehrt bin. Ich bin überzeugt, dass es nicht reicht, einen Job zu haben, den man nicht hasst, sondern einen auszuführen der einem zum grössten Teil Spass macht und inspiriert! Die Kombination von Fliegen und Bloggen macht mich jeden Tag glücklich, weil ich so spannendes Erleben und Entdecken kann und verschiedenste Seite von mir ausleben darf.

Wie definierst du Luxus? Und was bringt Luxus in dein Leben? Ich freue mich auf Inspiration & Inputs :)

*Der Entsafter wurden mir unverbindlich als PR-Sample zugeschickt.

1 Comment

  • Reply
    geraldine
    14. Juli 2017 at 23:49

    Super schöner Beitrag! Deine Einstellung und Ansichten gefallen mir und ich fühle ähnlich. Ich bin auch Flight Attendant, habe auch einen eingenen Blog.. und ich finde es auch eine super schöne Kombination. Weiter so.. auch dein Instagram gefällt mir!

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    not all those who wander are lost