Reisen Sri Lanka

Kultur und Touristen: Von Colombo via Löwenfelsen nach Nilaveli.

Affe Mihintale
The Monkey is watching You!

Das Ankommen in Colombo war einfach, ich zuerst bequem dafür ohne Gepäck in die Stadt, meine Freunde etwas später abenteuerlich mit dem Bus. Angeschaut habe ich am ersten Tag die typischen Touristenspots. Zum Anklimatisieren war das super. Und auch zum Souvenirkaufen hätte es ein paar hübsche Shops gehabt, nur: Wer will schon Sachen kaufen, die er dann noch drei Wochen rumschleppen muss? Ich jedenfalls nicht! So habe ich einfach geschaut, Kaffee getrunken und im →Barefoot Café eines der besten Essen der Insel genossen.

Die Altstadt von Colombo

Am ersten gemeinsamen Tag haben wir uns ein Tuktuk geschnappt und uns zur Altstadt schaukeln lassen. Laut dem Reiseführer eine «spannende, pulsierende & bunte Mischung der Kulturen.» Für uns Laien einfach ein Riesenchaos, Herumwuseln und viel Lärm um nichts. Ein (DAS?) optisches Highlight war ganz klar die beeindruckende rote Moschee «Jami Ul-Alfar Mosque», die die Altstadt doch wenigstens ein bisschen sehenswert macht. Auch das →alte holländische Spital ist ein richtiger Touristenmagnet, welches wir nach kurzem Anschauen bewusst weggelassen haben – nur um Touristen zu sehen, hätten wir statt um die halbe Welt zu fliegen auch einfach nach Interlaken gehen können.

Colombo

Eine seltene, schöne Szene in Colombo.

Essen Barefoot Coffee

Delikates Essen im Barefoot Café.

Rote Moschee Colombo

Die wunderschöne Rote Moschee.

Fazit: Colombo ist eigentlich nicht wirklich sehenswert. Um seine Reise abzuschliessen und Souvenirs zu kaufen, kann man sicherlich zwei Nächte dort verbringen. Für uns war es ganz praktisch zu Beginn, da wir zu unterschiedlichen Zeiten angekommen sind und uns so einfach finden konnten. Wir waren aber alle froh, als es am nächsten Tag um 6 Uhr früh weiter ins Landesinnere ging.

Kultur & schöne Aussichten: Anuradhapura, Sigiriya & Dambulla

Im Inneren von Sri Lanka warten alte Kulturschätze darauf, entdeckt zu werden. Eines vornweg: Die Eintrittspreise für die Sehenswürdigkeiten sind für sri-lankische Verhältnisse extrem teuer. Für uns Schweizer zum Glück aber bezahlbar. Wer richtige low budget Ferien in Sri Lanka plant, sollte sich auf alle Fälle gut überlegen, welche Sehenswürdigkeiten wirklich einen Besuch wert sind. Wir entschieden uns fürs volle Programm, also den Bodhi-Tree und die Ruinen in Anuradhapura (ein Ortsname, den ich bis heute weder aussprechen noch merken kann), die schönen Dagoben in Mihintale, die im Dschungel liegenden Ruinen von Ritigale, den Löwenfelsen in Sigiriya und das Felsenkloster in Dambulla.

Nach der Ankunft in der unschönen und uncharmanten Stadt Anuradhapura und der langwierigen Suche nach einer Unterkunft (hier empfehle ich wirklich, was vor Ankunft zu reservieren!), machten wir am Abend mit dem Tuktuk den Ausflug nach Mihintale. Zuerst gingen wir zum Kaludiya Pokuna, einem schwaren Teich, für einen Stopp. Dort verweilten wir lange, uns entspannten uns in der Ruhe der Natur. Nur von den frechen Affen muss man sich – wie überall – in acht nehmen.

Sri Lanka Landschaften

Erholung in der Umgebung von Anuradhapura.

Kaludiya Pokuna

Der schwarze Teich Kaludiya Pokuna.

Für den Sonnenuntergang gingen wir dann nach Mihintale. Dies ist anscheinend der Geburtsort des Buddhismus in Sri Lanka, aber ganz ehrlich: So sehr ich mich gerne als kulturinteressierte Person sehen würde, so wenig mag ich Reiseführer lesen. Was ich aber garantiert sagen kann: Der Sonnenuntergang von dort oben ist wirklich magisch, ganz egal ob man buddhistisch, anders spirituell oder pur rational veranlagt ist.

Sonnenuntergang Mihintale

Sonnenuntergang von Mihintale.

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich ein Fahrrad mieten und die Ruinen in Anuradhapura anschauen, doch da wir alle krank waren, schliefen wir den ganzen Tag und kämpften (erfolglos) gegen Übelkeit. Natürlich hätten wir noch einen Tag länger bleiben können (wir organisierten die Reise immer fortlaufend), doch irgendwie zog es uns weiter. So kann ich leider nicht sagen, ob der →uralte, heilige Feigenbaum und die →UNESCO-Welterbe-Stätte einen Besuch Wert sind …

Die nächsten Übernachtungen haben wir in Habermas organisiert. Statt mit dem öV sind wir dorthin mit einem privaten Fahrer gereist. So konnten wir bei Ritigala einen Stopp einlegen und die Dschungelruinen besichtigen. Der Spaziergang durch den Dschungel war zwar hübsch, mehr aber auch nicht. Die Ruinen waren für uns eher nichtssagend.

Im Dschungel von Ritigala

Im Dschungel von Ritigala.

In Habermas sind wir zwei Nächte geblieben, um einen ganzen Tag fürs Sightseeing zu haben. Und das braucht es auch, wenn man den Löwenfelsen in Ruhe erobern und anschliessend noch die Schönheit Dambullas entdecken will. Sigiriya, der Löwenfelsen, ist DER Hotspot in Sri Lanka und demnach auch teuer und voller Touristen. Wer am Morgen aber früh losgeht und sich Zeit mit dem Besteigen nimmt, kann die Aussicht und Ausgrabungen wirklich geniessen und auf sich wirken lassen. Ich jedenfalls bin froh, dass wir uns weder von den Preisen noch den Touristen haben abschrecken lassen und so die Wolkenmädchen und diesen einzigartigen Ortes entdecken konnten.

Sigiriya Löwenfelsen

Sigiriya, der Löwenfelsen.

Lotus

Am Fusse des Felsen blüht Lotus.

Sigiriya Löwenfelsen

Löwenpfoten bewachen den Eingang der ehemaligen Burg.

Hund Löwenfelsen

Eine bezaubernde Aussicht für Hund und Mensch.

Sigiriya Sri Lanka

Aussicht Sigiriya

Von Sigiriya sind wir anschliessend mit dem Bus nach Dambulla gefahren, um dort das Kloster zu besichtigen. Dieses ist wegen seiner einzigartigen Architektur – es ist ein einen Felsen gebaut – UNESCO-Weltkulturerbe. Was ich auch gut finde, ist, dass das Kloster eines der Ersten und Wenigen ist, welches auch Frauen ausbildet. Buddhismus mag zwar eine friedliche Religion sein, er ist aber in seinen Strukturen alles andere als frauenfreundlich.

Dambulla Golden Tempel

Der moderne Eingang des Klosters führt nicht, wie wir zuerst dachten, zu den Felsentempeln. 

Der Eingang und den Ticketshop für Dambulla zu finden, war etwas mühsam. Und zwar muss man dafür nicht zum Haupteingang gehen, sondern hinter den Hügel. Das hat uns natürlich niemand gesagt und so sind wir rauf-runter-rauf spaziert. Eigentlich kein grosses Ding, bei dem feuchtheissen Klima doch ziemlich anstrengend. Gelohnt hat es sich aber sehr, finde ich. Nicht nur von aussen ist der weisse Felsentempel eine stolze Erscheinung, auch die Innenräume waren über und über kunstvoll bemalt und beeindruckten uns.

Eingang Dambulla

Der reich bemalte Eingang zu den Felsentempeln.

Dambulla

Die bunten Fahnen bilden einen schönen Kontrast zum weissen Gebäude.

Felsentempel Buddha

Dambulla Felsentempel

Das Innern der Felsentempeln ist reich bemalt. 

Dambulla Innenraum

Dambulla Sri Lanka

Lotusblume DambullaAuch in Dambulla blüht Lotus.

Das war dann auch genug Kultur und Hitze für uns und so fuhren wir von Habermas mit dem Zug nach Trincomalee, um am Strand von Nilaveli zu relaxen. Dazu aber das nächste Mal mehr.

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