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Anti-Aging: für die Jugendlichkeit, gegen das Leben?

Als ich letztens beim Arzt war und dort im Wartezimmer Gesundheitsmagazine las, berührte mich die Aussage eines Experten. Er sagte:

In einer Gesellschaft, wo die Jugendlichkeit das ideal ist, können alle nur verlieren. 

Vielleicht war ich naiv oder einfach noch zu jung, aber ich mir ist bis anhin nie aufgefallen, wie ungesund und dumm dieses Streben nach ewiger Jugend ist. Ein Ideal, das niemand erreichen kann; ein Wunsch, der nur Unzufriedenheit und Frust in sich trägt. Der Experte sagte auch:

Wer lebt, wird älter. Wer sich für das Streben nach Jugendlichkeit entscheidet, entscheidet sich gegen das Leben. 

Leben statt Streben nach ewiger Jugend

Leben statt Streben nach ewiger Jugend

Wow, das sitzt! Wer will schon für seine Jugend das Leben aufgeben? Ich jedenfalls nicht! Und auch wenn ich mit 28 Jahren natürlich noch nicht «alt» bin, so richtig «jung & wild» bin ich auch nicht mehr. In meinem Bad stehen unzählige Tiegel und Seren, auf einigen steht Anti-Aging oder Gegen Falten. Die ersten grauen Haaren sind nicht mehr nur vereinzelt zu sehen, sondern tauchen bereits in Rudeln auf. Dieses Jahr werden die ersten meiner langjährigen Freundinnen 30 und auch bei mir geht es nicht mehr lange, und das 2 wandelt sich in eine 3. Nein, jung und jugendlich bin auch ich langsam nicht mehr. Zeit also, mir Gedanken zum Altern zu machen. Oder – dem Rat des Experten folgend – Zeit, sich Gedanken zum Leben zu machen. 

O. k., das ist vielleicht etwas übertrieben. Gedanken zum Leben macht man sich nicht einfach so schnell und tippt sie dann kurzerhand nieder. Viel zu komplex, zu aufregend, zu unvorhersehbar sind die Dinge, die alltäglich mit uns passieren. Worüber ich mir aber sehr wohl Gedanken machen kann und will, ist mein Lebenswandel. Schliesslich kann man mit bewussten Entscheiden seinen Alltag so oder so gestalten und gerade die Dinge, die wir regelmässig machen, formen und prägen uns nachhaltig. 

Hier also ein paar Entscheidungen, die ich hinsichtlich des Älterwerdens getroffen habe:

Ich habe keine Angst, alt zu werden und will zu meinem Altern stehen

Ich will das Alter einfach eine Zahl sein lassen. Kein Damoklesschwert, das über mir hängt und mir Sachen aufzwingt. Das heisst natürlich nicht, dass ich mich nicht pflegen werde – im Gegenteil, zu sich zu stehen und sorge zu tragen, ist mir sehr wichtig. Ich will gesund und fit sein, parat für das Leben! Und so weit ich das beeinflussen kann, werde ich das auch machen. Und auch dass ich nun in meinen allmorgendlichen Smoothie noch Beeren mixe, in der Hoffnung, dass die Antioxidantien auch meiner Haut gut tun, hat für mich nichts mit Angst vor dem Alter zu tun. 

Gross war der Schritt für mich, meine Haare bis auf Weiteres nicht mehr zu färben. Schon lange frustriert mich das monatliche Prozedere. Weder mache ich es gerne, noch überzeugt mich das Resultat jeweils zu 100%. Klar, ein guter Friseur könnte tolle Resultate zaubern, doch dafür reut mich momentan Geld und Zeit. Als mir eine Freundin letzten Sommer vorschlug, ich solle das Färben doch einfach sein lassen, wehrte ich mich. Wie bitte schön soll dass den aussehen? Eine junge Frau mit grauen Strähnen? Geht ja wohl gar nicht!! Doch der Gedanke liess mich nicht mehr los: Wie würde es denn wirklich aussehen? Wie würden andere reagieren? Würde ich mich weniger attraktiv fühlen? Würde ich älter aussehen? Wäre es schlimm für mich, älter auszusehen? Und irgendwann beschloss ich, einfach mit dem Färben aufzuhören. Denn ehrlich: Gefällt es mir gar nicht, kann ich sie ja einfach wieder färben. Manchmal bin auch ich gut darin, aus Kleinigkeiten ein Problem zu machen und die einfachste Lösung zu übersehen. Die grauen Haare sind jetzt sichtbar, kommentiert wurden sie auch schon. Allerdings mehr als Feststellung als wertend. Damit kann ich (bis jetzt) leben. Wie ich zukünftig damit umgehen werde? Ich weiss es nicht. Aber das ist ja genau das Schöne am Älterwerden: man macht Erfahrungen und lernt sich immer besser kennen. 

Ich setzte auf Slow Aging statt Anti Aging

Natürlich geht langsames Altern nicht. Jede/r wird jeden Tag älter. Aber der Begriff Slow Aging assoziiere ich mit Slow Food. Einer Bewegung, welche das Ziel hat, den Genuss zurück auf den Teller zu bringen und das Essen wieder vermehrt zu zelebrieren. Als Genussmensch natürlich voll mein Ding! Und so will ich auch das Altern angehen: genussvoll. 

Anti Aging Produkte von Maria Galland

Mein Rezept fürs Altern: Genuss, Beeren & gute Anti-Aging-Produkte, wie die Linie →Active'Age von Maria Galland

Ich will meiner Haut Gutes tun, indem ich sie durch reichhaltige Pflege verwöhne. Dass auf den Tiegel meistens Anti-Aging steht, nehme ich in Kauf, solange sie meiner Haut gut tun und sie nähren. Was ich nicht will, sind Produkte, die aggressiv sind, die vielleicht sogar brennen oder spannen oder – schlimmstenfalls – die Haut nachhaltig schädigen. Auch wenn ich augenscheinlich gute Gene habe (meine Eltern sind für ihr Alter nicht besonders faltig und auch meine Grosseltern hatten bis ins hohe Alter schöne Haut), will ich bewusst die Strapazen meines Jobs ausgleichen. Gegen die trockene Luft hilft eine besonders reichhaltige Pflege, einen schönen Teint trotz Jetlag unterstützen Seren und Masken. 

Ich will meinen Körper gesund halten. Wie bereits erwähnt, ist dies eine Priorität von mir. Durch Sport und gesunde Ernährung, aber auch durch eine positive Lebenseinstellung und dem bewussten Erfreuen kleiner Highlights, versuche ich dieses grosse Ziel zu erreichen. Wichtig hierbei ist, dass ich nicht sektiererisch oder extrem werde – Slow Aging bedeutet hier für mich, zwar etwas für mich, meine Gesundheit und mein Aussehen zu tun, aber realistische Pläne zu haben und mich nicht auf eine Idee zu versteifen. 

Ich will leben! Dies der wohl wichtigste Punkt überhaupt. Nie will ich, dass aufgrund meines Alters etwas machen muss, dass ich nicht will, nur weil es von der Gesellschaft erwartet wird. Oder, dass ich etwas sein lasse, nur weil es nicht mehr altersgerecht scheint und deshalb von anderen nicht goutiert wird. Nein, ich will leben, wie ich es für gut finde. Ich will Erfahrungen machen, lernen, mich weiterentwickeln und die Spur dann wechseln, wenn es für mich passt. Ich will alt werden und mich an den Erinnerungen genauso erfreuen wie an den Abenteuern, die der Alltag bereithält – egal wie ich bin! 

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