Lebensart

13 Dinge, die ich geändert habe, um endlich mehr Zeit zu haben.

13 Dinge, die ich geändert habe, um mehr Zeit zu haben
So, hier bin ich wieder. Und während ich mich in Indonesien erholt habe, ist hier … nichts passiert.

Nicht, dass es mich gross kümmert, ob jemand sein Versprechen einhält, aber dieses Beispiel ist einfach symptomatisch für unsere Zeit. Ständig wollen wir dieses oder jenes machen, um mehr Liebe/Aufmerksamkeit/Spass zu finden. Und sogar wenn der Plan theoretisch aufgehen würde und am Ende wirklich ein aufregenderes Leben warten würde, scheitert er meistens an der Umsetzung.

Da regnet es plötzlich und die sich-ganz-fest-vorgenommene Joggingrunde wird auf den Sanktnimmerleinstag verschoben. Da trinkt man ein Glas zuviel und schon schreibt man wieder dem Ex, dabei wollte man sich doch partout nicht mehr melden und endlich alleine glücklich sein.

Dankbar nehmen wir an, wenn grosse Pläne an Umständen scheitern, auf die wir (scheinbar) keinen Einfluss haben. Was gibt es Schöneres, als den ganzen Tag zu klagen und zu jammern und sich von einem Unglück ins Nächste treiben lassen?

Dass die meisten Pläne schon in der Theorie scheitern würden, ist also nicht der Rede wert. Oder doch? Denn selbst wenn wir aufhören, uns als Opfer und Pechvögel mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit wahrzunehmen, müssen Veränderungen doch noch irgendwie umsetzbar sein. Egal wie lange wir uns vorstellen, schwitzend und erschöpft aber doch irgendwie glücklich über die Marathon-Ziellinie laufen, wird es von uns ohne Training niemand schaffen. Um Grosses zu erreichen, müssen wir kleine Schritte gehen. Im Sport genauso wie im Leben generell.

Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir uns ändern können und die Kraft und Möglichkeiten haben, das Leben so zu kreieren, wie es für uns passt. Natürlich gibt es Kompromisse, natürlich wird nie alles perfekt sein (das wäre ja langweilig), aber bereits kleine Änderungen tun gut. Was es aber wie zu ändern gilt, ist für jeden Mensch anders. Mein Hauptproblem war lange, dass ich das Gefühl hatte, zu wenig Zeit zu haben. Aufstehen, Arbeiten, Einkaufen, Kochen, Putzen Schlafen – wo und wann lebte ich dann überhaupt noch?

Statt nur zu klagen habe ich also angefangen, neue Routinen zu enwickeln. Einige davon sind so easy und trotzdem zeitschaffend, dass ich sie dir nicht vorenthalten möchte. Lass mich wissen, was du davon lebst, was du noch etablieren möchtest und natürlich auch, was dir hilft, Zeit zu finden.

Wohnen

Finanzen bereinigen

Statt Rechnungen gleich zu bezahlen oder zu vergessen, erledige ich diese nun nur noch einmal im Monat. Ich habe soviele Automatismen wie möglich eingerichtet: Lastschriftverfahren und Daueraufträge sind meine Freunde, Rechnungsvorlagen praktisch und eine Postablage ordentlich.

Weniger Papier

Gratiszeitungen habe ich abbestellt und ein „kein Werbung“ Schild aufgehängt. Wenn trotzdem unnützes Papier im Briefkasten landet, nehme ich es gar nicht erst in die Wohnung sondern entsorge es gleich in der Papiersammlung.

Einfaches Recyclingsystem

Früher war es so: ich bin aufgestanden, habe zufällig gemerkt, dass Papiersammlung ist und habe brav den Schrank aufgemacht, um das Papier zu bündeln. Es flatterte mir alles wild entgegen, ich war genervt. Habe alles in den Schrank zurückgestopft und entschieden, das nächste Mal das Papier zu entsorgen. Sehr effizient und erwachsen, gell?
Heute habe ich zwei Behälter auf dem Balkon, einen für Papier/Karton, einen für Glas und Metalle. Stelle ich heute fest, dass Papiersammlung ist, nehme ich beim Hinausgehen ein kurzes Stück Schnur mit, nehme dîe Papiertüte aus dem Behälter, schnüre das Alibi-Mäscheli und nimm das Bündel auf dem Weg zur Arbeit mit auf die Strasse. Aufwand? Ca. 10 Sekunden.

Weniger ist mehr

Schön Wohnen, ein Zuhause mit Persönlichkeit. Das wollte ich immer und lange dachte ich, dass es dafür ein Accessoires von dieser Reise und eine Erinnerung an jenes Ereignis brauchte. Nur das Aufräumen und Putzen schien nie ein Ende zu nehmen. Also entschied ich mich für einen radikalen Schritt: Die ganze Deko wurde in den Schrank geräumt, aufgestellt wurde nur, was einen Nutzen hat (Kerzen, Kissen), verblüht (Blumen) oder so wie so gebraucht wird (Parfüms im Badezimmer). Seither geht das Putzen ruckzuck und den Charakter beim Wohnen vermissen ich erstaunlicherweise überhaupt nicht.

Decluttering ist das Buzzword schlechthin

Decluttering, zu Deutsch ausmisten, ist DIE neue Freizeitbeschäftigung. Egal ob du irgendwelchen Erfolgsversprechungen oder dem klassischen Behalten-Verschenken-Reparieren-System folgst: Irgendwas gibt es eigentlich immer wegzugeben. Und auch wenn ich Decluttering nie als Vorzeigehobby nennen würde, begleitet es mich doch schon länger. Die erste Runde ist zwar geschafft, ich habe aber immer noch das Gefühl, tausend Sachen zu besitzen, die ich nicht brauche.

Anspruchslos, grün & würzig sucht…

…ein Zuhause? Dann bitte bei mir! Statt auf divenhafte Zimmerpflanzen setze ich nämlich auf pflegeleichtes Grünzeug. Am liebsten solches, das man auch noch essen kann oder sonst zumindest ohne grosses Zutun spriesst, wie beispielsweise mein longtime favorite das Rotkraut.

10 Minuten täglich

Statt einmal in der Woche eine Grossreinigung zu machen, putze ich fortlaufend kleine Sachen wie beispielsweise den Spiegel nach dem Zähneputzen, die Küche nach dem Kochen etc.

Mode

Langweilig ist das neue chic

Meine Garderobe hat sich im Laufe der Zeit von wild und bunt auf immer einfachere Basics und eine handvoll Grundfarben reduziert. Schon bald werde ich blind nach etwas greifen können und mich darin wohlfühlen. So eine Basicgarderobe ist vielleicht nicht die aufregendste Art sich zu kleiden, dafür aber wahnsinnig zeit- und nervensparend. Damit das Ganze doch einigermassen geschmackvoll bleibt, schaue ich auf hübsche Details und gute Qualität.

Essen

the More the Merrier

Nicht nur Gesellschaft ist in grosser Menge besser sondern auch Essen. Einmal kochen, dreimal Essen. Das spart Zeit, Abwaschmittel und Geld. Die meisten Essenüberbleibsel lassen sich einfrieren und bei Bedarf auftauen. Die perfekte Symbiose aus Bequemlichkeit und Genuss.
Zeitsparen_Kochen

Back to Basics

Einfache Rezepte, die schnell mit wenig Zutaten gekocht sind, gehören jetzt zu meinem Aktivrepertoire. Um nicht geschmacklicher Eintönigkeit zu verfallen, würze ich immer wieder anders und passe die Ingredienzen der Saisosn an.

Vorsorge statt Bauchknurren

Manchaml reicht es nicht zum Einkaufen, Besuch kommt spontan oder es regnet aus Kübeln. So oder so bin ich dann froh, ein kleiner Notvorrat zu haben, aus dem ich was Leckeres kochen kann. Typische Rezepte? Pasta mit Salbei, ein Dal oder ein mexikanischer Reissalat. Um nebenbei noch etwas mein Budget zu entlasten, fülle ich den Vorrat wenn möglich mit Produkten auf, die Aktion sind.

ToDos

Nebenbei Tasks erledigen

Zalandopäckchen werden auf dem Weg zum Bahnhof abgegeben, die Buchhaltung wird im Zug erledigt, das Altglas auf dem Weg zum Einkaufen entsorgt usw. usf. Das Ziel ist, möglichst selten einen Weg zu gehen ohne dabei was Zusätzliches zu erledigen.

Den Überblick behalten

Meine ToDo-Liste ist neu auf dem Handy statt auf tausend Zettelchen. Ja, es hat gedauert, aber ich bin jetzt endlich digital und habe den Überblick.

Et voilà: probiere es aus und gewöhne dich an einen einfachen, unkomplizierten Alltag um sofort mehr Zeit und Energie für deine Lieben, Hobbies und die nächsten, grossen Veränderungen zu haben!

8 Comments

  • Reply
    Jrene
    22. August 2016 at 07:40

    Danke für die Tipps. Welche To-Do-App benötigst du?

    Herzlich
    Jrene

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      22. August 2016 at 10:39

      Ich benutze ganz simple das Memo von Android – ich habe mit verschiedenen Apps rumprobiert und diese einfachen Notizzetteln passen irgendwie am besten zu mir.

  • Reply
    Kiss & Make-up
    22. August 2016 at 10:06

    Less is definitely more! Except when it comes to food, haha.

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      22. August 2016 at 10:39

      Oh yes, I’m with you!!!

  • Reply
    Valeria
    22. August 2016 at 11:05

    Schöner Artikel, vielen Dank für die Tipps!
    Auch ich bin gerade dran herauszufinden, wie ich effizienter sein kann um Zeit zu sparen. Ich hab mir z.B. vorgenommen, zuhause immer etwas mitzunehmen, wenn ich aus einem Zimmer gehe. Irgendwas gibt es immer, was eigentlich in die Küche und co. gehört.
    Liebi Grüässli,
    valeria

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      22. August 2016 at 11:11

      Super Tipp! Bei mir hat es vor allem immer Zeugs in der Küche, dass eigentlich irgendwo anders hingehört :)

  • Reply
    Marsmädchen
    22. August 2016 at 11:20

    Danke für die tollen Tipps. Das mit den „Täglich 10 Minuten putzen“ nehme ich mir auch schon so lang vor, aber irgendwie fehlt dann doch die Motivation dafür.

    Liebe Grüße
    Marsmädchen

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      22. August 2016 at 11:25

      Ach, einfach gar nicht darüber nachdenken und ganz nebenbei machen. zB zum Nachrichten hören oder durch-die-Wohnung-tanzen ;)

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    not all those who wander are lost