Lebensart Nachhaltigkeit

10 Dinge, die ich nicht mehr kaufe, damit Geld spare & nebenbei der Welt Gutes tu‘

Würdest du auf Sachen verzichten, um ein Paar Rappen zu sparen? Oder um die Welt ein Stückchen besser zu machen? Einen der Gründe zieht meistens, zumindest wenn der Verzicht keine Einbusse von Luxus, Bequemlichkeit oder Qualität bedeutet.

Denn das heute die Dinge praktisch und schnell sein müssen, ist nicht nur bei dir so, sondern auch bei mir und fast allen anderen: Zeit ist ein Luxusgut, welches wir für uns selber, unsere Freunde, die Familie oder Herzensprojekte einsetzen wollen, aber sicher nicht für Dinge!

fair statt fast fashion

Darum heute eine Liste von Dingen, die ich seit meiner Lebensumstellung zu mehr Nachhaltigkeit nicht mehr kaufe UND keinen Mehraufwand bedeuten. Wenn, dann haben sie mir sogar eher eine Vereinfachung gebracht — durch weniger Unterhalt, weniger Konsum, weniger Platz und langfristig sogar mehr Geld!

1. Putzmittel

Wie bitte?! Lebst du jetzt etwa im Dreck? Nein, keineswegs! Aber nach kurzer Recherche habe ich festgestellt, dass sich Putzmittel supereinfach selber machen lässt. In →diesem Blogpost zeige ich drei Rezepte, wie Wohnung & Wäsche ganz ohne giftige Chemikalien und überteuerte Spezialmittelchen sauber bleiben!

2. Papiertaschentücher & Wattepads

Stofftaschentücher hatte ich noch von meiner Oma, Wattepads habe ich kurzerhand selber genäht. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob sich beide Produkte wirklich ohne Mehraufwand nutzen lassen. Aber da ich sie einfach mit meiner normalen Wäsche mitwasche, merke ich wirklich keinen Unterschied zu vorher — ausser, dass ich sie nicht mehr einkaufen muss.

3. Tausend verschiedene Kosmetik– und Pflegeprodukte

Ganz minimalistisch bin ich zwar nicht unterwegs, aber Seife, Serum und Creme pflegen mein Gesicht nach- und reichhaltig. Mit dem Finden der passenden Brand und guter Produkte ist die Zeit vorbei, wo ich tausend angefangener Tiegel rumstehen hatte, nur um am Ende doch keinen davon aufzubrauchen. Dadurch, dass ich fast alles von →Ringana kaufe, reicht alle paar Monate eine Bestellung.

Zu der Seife, Gesichts- und Körperpflege von Ringana gesellen sich noch eine Haarseife, die ich jeweils in Berlin kaufe, ein Körperöl von Weleda und simples Rapsöl aus einem →Zero Waste Shop zum Abschminken.

Ok, ehrlich gesagt hört sich das jetzt nach ganz schön viel an, für mich stimmt es aber. Und das ist auch das Ziel: Etwas zu finden, was zu einen passt und dem dann treu zu bleiben. Ständiges Wechseln und Ausprobieren braucht unnötig Zeit & Geld.

4. Fast Fashion

Da mir bewusst ist, dass ich mit einem Kleiderkauf nicht nur ein Produkt wähle, sondern auch eine Weltordnung, unterstütze ich nicht nur ethisch agierende Brands, sondern kaufe insgesamt weniger. Das spart Geld, lässt den Kleiderschrank ordentlich wirken und braucht beim Anziehen weniger Entscheidungskraft.

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5. Bücher

Lesen war schon immer ein grosses Hobby von mir, aber in der immer schnelleren Zeit hatte ich die Muse daran verloren. Erst durch eine bewusste →Entschleunigung meines Alltags UND dem Priorisieren von Lesezeit, habe ich zu diesem inspirierenden Zeitvertrieb zurückgefunden.

Früher habe ich immer von einer Bibliothek zu Hause geträumt und auch heute noch üben Bücherläden oder Interiorstories mit meterhohen Bücherwänden eine Faszination auf mich aus. Aber in meiner 1-Zimmer-Wohnung ist ehrlicherweise kein Platz für eine Tonne Bücher und immer Neukaufen geht auch ins Geld. Darum habe ich mir kurzerhand eine Bibliothekskarte eröffnet und tausche auf Reisen Bücher in Hostels und Cafés ein.

Klar, gefällt mir ein Buch besonders oder finde ich es in der Bibliothek nicht, kaufe ich es immer noch. Doch mein Bücherstappel hat sich erheblich verkleinert (Nicht-Lieblingsbücher, die ich noch von früher hatte, verkaufe oder verschenke ich) und die Unterhaltung geht mir doch nie aus.

6. Verarbeitete Lebensmittel

Ich koche selber wirklich zu 99 % mit frischen Zutaten. Dies einerseits aus Ausgleich zu meinem Job, wo ich aus Bequemlichkeit oft Flugzeugessen mampfe und auch an den Destinationen oft nicht genau weiss, welche Zusatzstoffe noch im Menu sind. Mit →meinem Vitamix kann ich auch zum Glück wirklich fast alles ganz fix selber machen: Smoothies, Dips, Tahini und in Kombination mit einem →Nussmilchbeutel auch Pflanzenmilch.

Erhalte mit der Eingabe des Codes A-Smoothie-A-Day eine attraktive Überraschung bei →deiner Bestellungen auf frohkost.ch – Frohkost bietet eine grosse Auswahl an Mixern, Blendern & anderen Küchengeräten.

Dadurch, dass meine Lebensmittel frisch und unverpackt sind, habe ich zwar beim Einkaufen einen etwas grösseren Aufwand (der Wechsel vom konventionellen Einkauf zu Zero Waste dauert bei mir seit mehreren Monaten), dafür muss ich aber viel weniger Müll nach unten tragen und irgendwelche Verpackungen entsorgen.

7. Tampons & Binden

Ja, ein Wechsel, der einiges an Ausprobieren fordert, sich aber doch lohnt. Schliesslich kommt die blutige Luise jeden Monat zu Besuch, und hat man sich mal gemütlich arrangiert sind die Besuch nur noch halb so nervig. Verschiedene Cups gibt es bei →ladyplanet.ch und als Back-up oder bei weniger intensiven Tagen finde ich die Wäsche von Thinx erstaunlich praktisch! Wenn du über →diesen Link bestellst, erhälst du bei deiner Thinx-Bestellung übrigens 10$ Rabatt.

10 Dinge, die ich nicht mehr kaufe und damit Geld spare und der Welt Gutes tue

8. Schnittblumen

Ich liebe, liebe, liebe Blumen und dass ich auf konventionelle Schnittblumen verzichte was zuerst tatsächlich eine Einschränkung meines Luxus. Aber dann habe ich realisiert, dass eine ganze Pracht draussen wartet und jetzt pflücke ich ab und zu beim Spazieren einen Blumenstrauss. Das fühlt sich kindlich leicht an und tut mir & der Welt besser ♥

9. Peelings

Zum Peelen nutze ich einfach den gebrauchten Kaffeesatz meiner Kaffeekanne. Das ist gratis und das Koffein soll ja ganz gut für die Durchblutung der Haut sein – und natürlich riecht es auch lecker nach Kaffee.

10. Kompost & Dünger

Eine Wurmkiste macht aus Rüstabfall Kompost, zum Düngen ist Urin effizient und gratis. Beide Methoden habe ich im Blogpost →«ökologischer Balkon: Ein Paradies für Mensch & Umwelt» vorgestellt.

Was hast du aufgehört zu kaufen, das nur deine Zeit, dein Geld und dein Leben verschwendet hat? Welche Wechsel zu mehr Nachhaltigkeit empfiehlst du? 

4 Comments

  • Reply
    Franziska
    21. Juni 2018 at 12:31

    Aus was für Material hast du die Wattepads genäht?
    Das Peeling mit Kaffeesatz probier ich mal aus… gibst du da dann doch noch etwas dazu oder nur den blossen Kaffeesatz mit Wasser mischen?

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      24. Juni 2018 at 18:55

      Liebe Franziska

      In der Zwischenzeit nutze ich den Kaffeesatz einfach so mit Wasser oder auch mal mit Seife. ZU Beginn habe ich es mit Kokosnussöl gemischt, was zwar die Haut sehr geschmeidig, die Wanne aber auch belegt & schmutzig machen. Stattdessen creme/öle ich mich einfach nach der Dusche ein – gleicher Effekt, weniger Putzen ;)

      Die Wattepads habe ich aus diesem Stoff genäht: https://www.tricotvogt.ch/de/bio-flanell-bedruckt
      Heute würde ich aber einfach ein altes T-Shirt doppellagig verarbeiten (das war ganz zu Beginn meines nachhaltigen Umdenkens und der Nicht-Konsum/Upcycling war noch nicht wirklich bei mir angekommen).

      Liebe Grüsse,
      Kristina

  • Reply
    Windmeer
    26. Juni 2018 at 15:40

    Ein paar von den Dingen könnte ich auch noch optimieren, danke für’s Erinnern. ;-)
    Kompost und Dünger ist einer davon. Hast du schon eigene Erfahrungen damit gemacht?

    • Kristina
      Reply
      Kristina
      3. Juli 2018 at 12:31

      Bis jetzt noch nicht. Sobald ich die Wurmkiste länger habe, schreibe ich aber gerne einen Erfahrungsbericht.

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    not all those who wander are lost